Konfreise nach München 2010

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Konflager der Reformierten Kirchgemeinden des Mittelschanfigg und der Kirchgemeinde Steinbach und Maldaders

 

Vom 27. bis 30. Mai waren 13 konfirmierte Jugendliche mit Gita Hanhart-Seth, Martin Domann und Robert Naefgen-Neubert im Konflager in München. Ebenso wie die Wetterlage war auch das angebotene Programm abwechslungsreich. Der Donnerstag stand unter dem Vorzeichen der Anreise via St. Margrethen mit der SBB und dem Bezug des Quartiers in der Jugendherberge München-Park. Damit sich alle besser orientieren konnten, wurde auf Freitag Vormittag eine Stadtführung von einer kundigen Führerin gebucht. Zum Mittag versammelte sich die Gruppe in einer typisch bayrischen Gaststätte und war frei in der Auswahl der Gerichte. Schweinsbraten, Schnitzel und Spanferkel mit feinen Krusten waren die beliebtesten Speisen. Im Nachmittag bot dann das jüdische Museum der Reisegruppe einen Einblick in die jüdischen Feste und den dazugehörigen Kultgegenständen.

Bis in den Nachmittag hinein dauerte der Ausflug am Samstag in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau. Mit Hilfe von Audioguides, die individuell die Geschehnisse während des Lagerbetriebs zwischen 1933 und 1945 erläuterten, wurde das Gelände erkundet, auf dem während der Nazi-Diktatur über 41.000 Menschen den Tod fanden. Davon beeindruckt wurde der Nachmittag zur freien Verfügung gestellt. Man traf sich wieder zum gemeinsamen Nachtessen in der Jugendherberge. Dass ein Kirchgang zu einem Konflager dazugehört liegt auf der Hand. Ein breites kirchliches Spektrum bietet die Landeshauptstadt Bayern an. Die Schanfigger Reisegruppe besuchte am Sonntag Morgen die ortsteilansässige St. Maria-Kirche. Der sehr gut besuchte Gottesdienst liess erfahren, wie Menschen römisch-katholischer Konfession ihren Glauben praktisch leben. Nach einem kurzen Zwischenhalt am Münchner Hauptbahnhof stiegen die 16 Reisenden wieder in die Bahn Richtung Schanfigg.

Es waren vier dynamische Tage, die meist entspannt verlebt wurden, und inhaltlich gefüllt waren. Das ausgewogene Programm von Kultur, Geschichte, Religion und Freizeit liess dem Einzelnen Zeit, sich in der Gruppe wieder zu finden, aber auch persönlich Eindrücke zu sammeln. Insgesamt ein gelungenes Lager, an das sicherlich mancher und manche noch Erinnerungen für viele Jahre haben wird.

 

Pfr. Robert Naefgen-Neubert