Gemeindebrief        September 2022

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Decke der Geborgenheit

Decke der Geborgenheit

Die Schulkinder aus Praden, Tschiertschen und Maladers haben sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema Frieden beschäftigt.

Im Religionsunterricht ist eine „Decke der Geborgenheit“ entstanden. Die Kinder haben überlegt, was sie brauchen, damit es ihnen gut geht, sie sich sicher und geborgen fühlen. Häufig wurde Familie, Tiere, Musik  und auch die Umgebung genannt.

Was brauchen Sie, liebe Leserinnen- und Leser, damit es Ihnen gut geht und Sie sich geborgen fühlen? In was hüllen Sie sich ein, wenn es Ihnen schlecht geht. Ein Taize-Lied formuliert: „Bei Gott bin ich geborgen, still, wie ein Kind.

Bei ihm ist Trost und Halt.“

Es ist gut, wenn wir als Kirchgemeinde uns über unsere Fragen, Gefühle und Hoffnungen austauschen und so am Leben der anderen teilhaben. So können wir als Nächste und Nächster füreinander da sein. 

 

Pfr. Simone Straub

 

Die Kirche von Praden

 Ursprünglich gehörte Praden zur Grosspfarrei St. Georg in Castiel. Dazu zählten ebenso die Bewohner von Calfreisen, Lüen und Tschiertschen. Da allerdings der Weg hinunter zur Plessur und wieder nach Castiel hinauf mühsam war, beschloss man 1405 in Tschiertschen eine eigene Kapelle zu errichten, die St. Jakob und St. Christoph geweiht war, die ebenfalls von den Bürgern Pradens mitbenutzt wurde.

1438 ist die Kapelle inzwischen baufällig, so dass sie mit Verpflichtung der Pradener renoviert werden muss. U.a. wegen dieser „Verpflichtung“ der Pradener kommt es zu einem jahrhunderte andauernden Streit zwischen den beiden Gemeinden, der schliesslich im Bau einer eigenen Kirche in Praden mündet.

Zwischen 1629 und 1642 wird die Kirche in Praden errichtet. Dies geschieht mit Geld von Churer Bürgern, die wegen der Pest nach Tschiertschen geflohen sind. Allerdings verstarben einige von diesen „Flüchtlingen“ an der Seuche und gaben den Bürgern von Praden Geld, damit sie diese nicht in Tschiertschen beisetzen mussten.

Osterfeier in Praden