Gemeindebrief        Mai 2022

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Decke der Geborgenheit

Decke der Geborgenheit

Die Schulkinder aus Praden, Tschiertschen und Maladers haben sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema Frieden beschäftigt.

Im Religionsunterricht ist eine „Decke der Geborgenheit“ entstanden. Die Kinder haben überlegt, was sie brauchen, damit es ihnen gut geht, sie sich sicher und geborgen fühlen. Häufig wurde Familie, Tiere, Musik  und auch die Umgebung genannt.

Was brauchen Sie, liebe Leserinnen- und Leser, damit es Ihnen gut geht und Sie sich geborgen fühlen? In was hüllen Sie sich ein, wenn es Ihnen schlecht geht. Ein Taize-Lied formuliert: „Bei Gott bin ich geborgen, still, wie ein Kind.

Bei ihm ist Trost und Halt.“

Es ist gut, wenn wir als Kirchgemeinde uns über unsere Fragen, Gefühle und Hoffnungen austauschen und so am Leben der anderen teilhaben. So können wir als Nächste und Nächster füreinander da sein. 

 

Pfr. Simone Straub

 

Die Kirche von Tschiertschen

 

Ursprünglich gehörte Tschiertschen zur Grosspfarrei St. Georg in Castiel. Dazu zählten ebenso die Bewohner von Calfreisen, Lüen und Praden. Da allerdings der Weg hinunter zur Plessur und wieder nach Castiel hinauf mühsam war, beschloss man 1405 in Tschiertschen eine eigene Kapelle zu errichten, die St. Jakob und St. Christoph geweiht war. Deren Grundmauern bilden auch noch heute das Äussere der Kirche.

1438 ist die Kapelle inzwischen baufällig, so dass sie mit Verpflichtung der Pradener renoviert werden muss. U.a. wegen diese „Verpflichtung“ der Pradener wird es später zu einer Abspaltung und dem Bau einer eigenen Kirche in Praden kommen.

Doch einen eigenen Kaplan haben Tschiertschen und Praden noch immer nicht, und so wenden sie sich 1472 an den Papst mit der Bitte um eigene Pfarrrechte. Diesem Wunsch wird entsprochen, auch wenn Tschiertschen erst später zu einer eigenen Pfarrei erhoben wird.

In der ersten Hälfte des 16. Jh.s traten die Gemeinden Tschiertschen und Praden zum reformierten Glauben über. Infolge dessen wurden Bilder und Altäre aus der Kirche entfernt und verkauft. Wobei der Erlös aus diesem Verkauf allein in Tschiertschen blieb.

 

Freigelegtes Wandbild an der Nordseite der Kirche (Foto: Martin Domann)
Freigelegtes Wandbild an der Nordseite der Kirche (Foto: Martin Domann)